Einige Worte zur Ortschaft Kleedorf

Der Ort Kleedorf zählt zu den jüngsten Siedlungen im Gerichtsbezirk Schrems. Fast alle übrigen Ortschaften hatten ihren Ursprung im 12. und 13. Jahrhundert.


Alten Überlieferungen zur  Folge sollte es im 15. Jahrhundert in Kleedorf 2 Mühlen, 19 Häuser und sogar eine Hammerschmiede gegeben haben. 70 Jahre später gab es in Kleedorf nur mehr 4 Häuser und eine Mühle. Warum die Häuser von Kleedorf wieder verlassen wurden ist nicht bekannt.

 

Das heutige Kleedorf entstand im Jahre 1827. An dem Fluss Schwarza stand damals eine Mühle und nebenan ein Sägewerk. Auf einer Hochfläche verkaufte ein Gutsherr Grundstücke, die er in Parzellen einteilen ließ. Die Grundstücke kosteten damals 500 bis 600 Gulden.


Zwei Joch Grund kamen zu jedem Grund dazu. Die Häuser von Kleedorf stehen auf den ehemaligen Kleefeldern, daher stammt auch der Name Kleedorf. Die ersten Kleedorfer waren voller Eifer und unermüdlich. So entstanden bald die ersten 14 Häuser die auch als die

"14 Nothelfer" bezeichnet wurden.


1828 kamen knapp am Weg nach Niederschrems noch drei Häuser dazu.
1829 noch ein Viertes.
Diese vier Häuser wurden "Haspelhäuser" genannt.


 

1833 begann die zweite Bauperiode von Kleedorf, die 1840 endete.
Die Zahl der Häuser von Kleedorf war auf 55 gestiegen.

 

1851 wurde die Mühle welche auf dem Platz der heutigen Anderlfabrik stand von Vinzenz Altmann gekauft und zu einer Weberei umgebaut.
 

1857 kaufte Vinzenz Schwarz die Weberei und verkaufte sie
1880 an Johann Anderl weiter. Heute heißt das Unternehmen Anderl & CO und ist im Besitz von Nachfahren der Familie Anderl.
1896 wurde die Dorfkapelle in Kleedorf errichtet. Es besteht eine gültige Lizenz zur Abhaltung von hl. Messen in der Kapelle.

 

1910 gründete Anton Wandl mit einigen anderen Kleedorfern die Freiw. Feuerwehr Kleedorf. Ein Jahr später wurde ein Feuerwehrhaus errichtet. Dieses wurde 1950 durch einen Zubau vergrößert.

   

1976 baute die Freiw. Feuerwehr Kleedorf unter der Führung von Kommandant Franz Polzer das Gemeinschaftshaus, welches für viele gesellschaftliche Veranstaltungen benutzt wird.

 

1992 wurde von der Freiw. Feuerwehr Kleedorf unter der Führung von Erwin Hengst der Beschluss zum Bau eines Feuerwehrhauses gefasst. Es wurde in einer Bauzeit von 2 Jahren mit starker Unterstützung der Stadtgemeinde Schrems fertiggestellt.

 

Ein Gemischtwarengeschäft, einen Fleischhauer, ein Gasthaus, einen Schuster und eine Bäckerei gab es schon in Kleedorf. Leider mußte auch das letzte Geschäft Kleedorfs, eine Bäckerei, geführt von der Fam. Seitler nach mehreren Generationen schließen.

 

Durch die rege Bautätigkeit in den letzten Jahren ist Kleedorf auf über 100 Häuser angewachsen.